Winterurlaub in Ramsau bei Berchtesgaden

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Vom 13. bis 20. Januar waren wir im Winterurlaub in Ramsau bei Berchtesgaden. Natürlich wünscht man sich im Winter Schnee, aber wir waren für alles gerüstet – Abfahrt, Schneeschuhwandern, Bergwandern. Da der Ort Ramsau nur auf etwa 600 m üNN liegt, war bei Anreise klar, dass wir erst einmal mit konventionellem Wandern beginnen mussten. Mit dem Skifahren sah es sowieso schlecht aus. Die Jennerbahn wird erneuert und somit ist das Skigebiet geschlossen. Die Skigebiete am Hochschwarzeck und am Götschen liegen nur auf 1.200 bis 1.300 m üNN – also alter Hartschnee, teilweise keine Beschneiung und somit auch Ski nicht zwingend im Fokus.

Als Quartier hatten wir uns den Bio-Bauernhof Scheffaulehen ausgesucht, mit sehr schönen Zimmern und Ferienwohnungen sowie angenehmen Gastgebern. Wegen des fehlenden Schnees hatten einige Gäste abgesagt, so dass wir die Einzigen im Haus waren.

Am Sonntag wanderten wir zum Hochschwarzeck mit Einkehr im Hirschkaser. Ab etwa 1.000 Meter war (Alt-)Schnee auf den Wegen und im Wald. Die Hoffnung auf Aussicht ging nicht auf, oben war Nebel. Trotzdem war zahlreiche Wanderer unterwegs. Am Nachmittag ging es dann noch zum Königsee und zur dortigen Bobbahn. Dort trainierten die Skeletonie für den Weltcup. Am Abend gingen wir in die Seeklause (super) am Hintersee.

Der Montag versprach etwas besser zu werden und wir wanderten auf den Grünstein (1.304 m). Wir starteten vom Parkplatz Hammerstiel und der gesamte Weg verlief steil bergauf und im oberen Teil auch im Schnee. Oben angekommen rissen die Wolken auf und boten eine gute Aussicht auf Watzmann, Jenner, Hohe Göll, Kehlstein und Berchtesgaden. Verpflegung gab es aus dem Rucksack. Nach dem Abstieg fuhren wir zur Rossfeld Panoramestraße. Der Himmel war mittlerweile blau und vom 1.600.Meter hohen Plateau bot sich eine tolle Aussicht auf die Berge rings um und auf Salzburg. Danach ging es noch einmal zum Hintersee in der Ramsau, wo wir zur Wildfütterung im Nationalpark wanderten und dort die Hirsche beobachteten. Danach ging es in Ramsau ins Gasthaus Oberwirt (so lala).

Am Dienstag war immer noch kein Schnee in Sicht, aber am Nachmittag oder Abend sollte zu schneien beginnen. Wir fuhren zur Wimbachbrücke und begannen dort unsere Wanderung zum Wimbachschloss. Die Wimbachklamm ist im Winter geschlossen, aber man kann sie umgehen. Der Weg verlief sanft ansteigend. Die Gaststätte liegt etwa auf 950 m üNN. Bereits auf dem Hinweg und am Wimbachschloss hatten wir Gelegenheit Gemsen zu beobachten. Auf dem letzten Drittel des Rückwegs begann es zu leicht regnen, hörte am Nachmittag nicht mehr auf und ging am Abend in Schnee über. Wir besuchten am Nachmittag noch Berchtesgaden und am Abend ging es in Ramsau im Schneetreiben ins Zipfhäusl (super).

Der Blick vom Balkon zeigte am Mittwoch alles in Weiß. Es hatte geschneit und schneite immer noch. Also wanderten wir direkt von unserer Unterkunft im Scheffaulehen hinauf zum Taubensee und von dort aus weiter auf dem Soleleitungsweg bis zum Zipfhäusl. Hier gab es etwas Warmes zu essen und ein Bier. Hier oben auf der Höhe hatte es wesentlich mehr geschneit, als unten im Tal. Es wäre also besser gewesen, mit den Schneeschuhen zu laufen, die wir aber nicht mitgenommen hatten. Zurück zum Quartier ging es über Felder und durch Wald. Am Nachmittag ging es nach Ramsau (obligatorisches Foto an der Kirche) und ins Café (Bäckerei) Niedermayer (super). Am Abend ging es diesmal ins Brotzeitstübl in Ramsau (gesellig und gut). Es hatte zwar geschneit, aber die Skigebiete waren wegen Orkan “Friederike” geschlossen.

Donnerstag war der Haupttag des Orkans und man erwartete die Sturmspitzen am Nachmittag. Wir fuhren zu Obersalzberg und von dort weiter auf der Scharitzkehlstraße zum Parkplatz Hinterbrand. Hier starteten wir unsere Schneeschuhwanderung zur Priesbergalm. Da wir unterwegs die Baustelle an der Mittelstation der Jennerbahn umgehen mussten, wegen des geschlossenen Skigebiets nichts gegen eventuelle Lawinen getan wird und die Verwehungen auf den Wegen zunahmen, verkürzten wir die Tour etwa um die Hälfte. Die Rücktour verlief wie die Tour am Vormittag. Da auch die Skigebiete am Hochschwarzeck und Götschewn wegen des Windes geschlossen waren, fuhren wir nach Bad Reichenhall und besichtigten den Ort. Die Seilbahn zum Predigtstuhl war die ganze Woche wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Den Abend verbrachten wir wieder in der Seeklause. Vom Orkan hatten wir zum Glück nicht viel mitbekommen.

Am Freitag sahen wir jede Menge Neuschnee und es schneite immer noch. Also begaben wir uns wieder auf Schneeschuhwanderung. Über den König-Max-Weg liefen wir hinüber zum Hintersee, umrundeten diesen und wanderten anschließend durch den Zauberwald. Am Ende stand der Aufstieg über Wiesen hinauf zum Scheffaulehen. Am Nachmittag gab´s noch ein paar Einkäufe, Kaffee und Kuchen im Café Niedermayer und danach packen. Zu Abend aßen wir diesmal in unserem Quartier, wir hatten ja eingekauft.

Am Samstag früh lag jede Menge Neuschnee, aber die Schneepflüge sind hier rund um die Uhr unterwegs. Für das Wochenende waren gut 40 cm vorausgesagt, aber uns zog es nach Hause. Die Fahrt verlief problemlos.

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