Urlaub in der Bretagne in Plevenon am Cap Fréhel

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Die Bretagne

Joachim und Reni haben für den gesamten Juni ein Ferienhaus in Plevenon am Cap Frehel in der Bretagne. Da sie uns eingeladen haben haben, Karin aber wegen ihrer Arbeit nicht mitfahren konnte, bin ich allein für 10 Tage in der Bretagne gewesen. Bin also am 01. Juni nach Wuppertal gefahren und am 02. Juni gemeinsam mit Joachim und Reni gestartet, allerdings mit zwei Autos. Insgesamt sind es ab Eisenach ca. 1.100. Kilometer, von Wuppertal aus haben wir trotzdem 10 Stunden benötigt. Die Strecke ging über Aachen, auf der E40 quer durch Belgien, vorbei an Lüttich, Namur, La Luvière und Mons, nach Frankreich. Dort fuhren wir, meist auf Autobahnen (ca. 25,00 Euro Maut), auf der A2 über Amiens und dann auf der A29 in Richtung Le Havre. Nach der Überquerung der Seine ging es weiter auf der A13 nach Caen, danach auf der A84 bis Avranches. Der Rest der Strecke verlief auf der N176, vorbei am Mont Saint Michel und Saint Malo, und auf Landstraßen weiter nach Plevenon am Cap Fréhel.

Cap Frehel

Das Cap Fréhel ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne und bildet den nördlichsten Punkt des felsigen Vorgebirges, das zwischen den Städten Saint-Malo und Saint-Brieuc in den Golf von Saint-Malo hineinragt. Plévenon liegt auf der Landzunge Cap Fréhel. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt fünf Kilometer nordwestlich des Ortskerns das Fort la Latte, welches wir natürlich besuchten und besichtigten. Jetzt in der Vorsaison war es noch sehr ruhig und viele der Ferienhäuser waren noch verschlossen.

An der Küste und in den kleinen Ferienorten Pléneuf Val-andré, Erquy, Sables d´Or les Pins, Saint-Cast Le Guildo gibt es jede Menge schöne Strände, die bei Ebbe riesig erscheinen und an denen zu dieser Zeit nur sehr wenige Menschen unterwegs sind. Wir besuchten am Sonntag den Flohmarkt in Erquy und in der Woche die Bauernmärkte in Matignon und Dinard. Am Cap d´Erquy wanderten an der Steilküste und den Stränden vom Plage de Caroual bis zum Plage Sables d´Dor.

Tagesausflüge unternahm ich nach Saint Malo und Dinan sowie zum Mont Saint Michel, den ich unbedingt in natura sehen wollte. Ein kurzer Abstecher galt auch Cancale, der heimlichen Hauptstadt der Austern (ich habe sie trotz eines Preises von 6,00 Euro für das Dutzend nicht probiert).

Die Stadt Saint Malo ist der bedeutendste Hafen an der bretonischen Nordküste und aufgrund ihres historischen Stadtkerns sowie ihrer Festungsanlagen einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs. In der Bucht von Saint-Malo gibt es einen der größten Gezeitenunterschiede Europas: bis zu zwölf Meter Differenz liegen zwischen Niedrigwasser und Hochwasser. Drei der vorgelagerten Inseln Grand Bé und Petit Bé sowie das Fort National sind daher bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar.

Die bretonische Stadt Dinan ist von einem beeindruckenden Ring an Stadtmauern umgeben. Strategisch für den Verkehr zwischen der Normandie und der nördlichen Küste der Bretagne gelegen, wurde Dinan überwiegend auf einem Hügel erbaut. Die Altstadt liegt etwa 75 m über dem Fluss Rance, der nach Norden fließt und zwischen Saint-Malo und Dinard in den Ärmelkanal mündet. Dinan stellte lange Zeit den nördlichsten Punkt zum Überqueren der Rance und ihres breiten Mündungsdeltas dar. Im 20. Jahrhundert wurde die Altstadt von Dinan zur Beute eines Brandes (1907) und im August 1944 bombardiert. Bis in die heutige Zeit wurde das Kulturerbe der Stadt restauriert. Die Fachwerkhäuser säumen noch heute die Place des Cordeliers, die Rue de l’Horloge und andere gepflasterte Straßen im Zentrum. Die Kirchen Saint-Sauveur und Saint-Malo liegen in der Mitte der beiden alten Gemeinden der Stadt.

Wenn man schon einmal in der Gegend ist, muss man ihn besuchen – den Mont Saint Michel. Mont-Saint-Michel ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner in Frankreich. Sie liegt auf der gleichnamigen Klosterinsel in der Region Normandie im Département Manche auf dem Gemeindegebiet von Le Mont-Saint-Michel. Die Bauten auf dem Mont-Saint-Michel gehören nicht allein zum kulturellen Erbe Europas – seit 1979 sind sowohl der Klosterberg als auch die umgebende Bucht Teil des UNESCO-Welterbes. Von der ehemals reichen Ausstattung der Abtei ist – nach den Plünderungen und Zerstörungen in der Zeit der Französischen Revolution – nur wenig erhalten geblieben. So sind die Räumlichkeiten weitgehend ohne Mobiliar oder Wandbehänge. Einige aus Kalkstein gefertigte Bildreliefs des im Jahre 1547 entstandenen Renaissance-Lettners haben jedoch die Zeiten überdauert. Die Abtei des Mont-Saint-Michel ist einer der größten erhaltenen Baukomplexe des europäischen Mittelalters und zweifellos eines der bekanntesten und meistbesuchten Monumente der Welt. Die Gebäude des Klosterberges gewähren Einblicke in die Aufgabenkomplexität einer mittelalterlichen Abtei.

Während in Deutschland zu dieser Zeit täglich um die 30°C und Gewitter an der Tagesordnung waren, war das Wetter dort abwechslungsreich. Temperaturen zwischen 17°C und 22°C, Sonne, Wolken, ein paar mal Regel, eine Nacht Gewitter und an zwei Tagen Nebel. Für meinen Aufenthalt war es optimal und ich will auf jeden Fall noch einmal hinfahren. Dann allerdings mit Karin.

Hier noch ein paar Videos von meinem Urlaub in der Bretagne:

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Mont Saint Michel
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Strand am Cap Frehel
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Saint Malo
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Fort La Latte am Cap Frehel
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