Auf dem Radschmetterling unterwegs

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radschmetterlingVom 22. bis 25. Mai 2009 haben wir den Radschmetterling auf der Frankenhöhe absolviert. Zuerst einmal eine Gesamteinschätzung. Die Streckenführung der einzelnen Touren ist gut ausgewählt. Mehr als 80 % der Touren verlaufen auf asphaltierten Landwirtschaftswegen oder wenig befahrenen Straßen. Die übrigen 20 % der Strecken verlaufen auf meist mit feinem Schotter versehenen Wald- und Feldwegen. Wegmarkierungen sind reichlich vorhanden, aber man muss sie oft suchen. Sie sind nach keinem einheitlichen System angebracht und hängen einmal oben oder unten bzw. rechts oder links der Straße. Trotzdem kann man den Radschmetterling auch Familien empfehlen. Bis auf zwei steile, aber kurze Anstiege sind alle „Berge“ ohne Probleme zu schaffen. Der längste Anstieg liegt zwischen Diebach und Faulenberg auf dem „Roten Flügel“. Meist verlaufen die Strecken aber durch schöne Landschaften auf ebenen Wegen.

Radschmetterling_0036Wir haben als zentrales Quartier den Gasthof „Zum Hirschen“ in Insingen gewählt. Von hier aus haben jeden Tag einen anderen Flügel (Tour) des Schmetterling zurückgelegt. Zufällig haben wir als erste Tour den „Violetten Flügel“ gewählt. Das erwies sich als vorteilhaft, da es vom Höhenprofil her die flachste Tour war. Wir starteten gegen 08:00 Uhr bei leichter Bewölkung. Von Insingen aus verläuft der Radweg in südwestlicher Richtung über Hausen und Brettheim nach Rot am See. Nach Norden verläuft er dann über Blaufelden nach Schrozberg. Dann wendet er sich nach Osten über Leuzendorf und Leuzenbronn nach Rothenburg o.d.T. Auf dieser Strecke war auch das längste Stück, das auf einem Waldweg verlief. Der Radweg geht eigentlich an Rothenburg vorbei. Wir fuhren aber hinauf, um uns die Stadt anzuschauen und eine Mittagsrast (es war 12:30 Uhr) einzulegen. Wir genossen den Sonnenschein und die herrliche Aussicht. Danach ging es über Gebsattel, Bockenfeld und Diebach zurück zu unserem Quartier, wo wir gegen 14:30 Uhr eintrafen.

Radschmetterling_0018Als zweite Tour hatten wir für den Dienstag den „Blauen Flügel“ gewählt. Wir starteten wieder um 08:00 Uhr und es war den ganzen Tag sonnig. Ansteigend verlief der Weg ostwärts über Bellershausen und Schönbronn bis nach Buch. Kurze Zeit später trifft man erstmals auf die Altmühl und folgt ihrem Lauf über Colmberg, Binzwangen und Birkach in nördlicher Richtung bis zur Altmühlquelle bei Hornau. Danach fuhren wir über Windelsbach bergan bis Nordenberg, dem höchsten Punkt der Tour. Hier oben liegt auch die europäische Wasserscheide. Danach ging fast nur rollend bergab gen Westen über Linden, Wachsenberg und Neusitz nach Rothenburg. Gegen 13:00 Uhr trafen wir dort ein und gönnten uns wieder ein Bier und ein Mittagessen. Wie am Tag vorher ging es wieder zurück nach Insingen, wobei wir an diesem Tag nicht die Straße, sondern die ehemalige Bahntrasse benutzten. Da unser Hotel an diesem Tag Ruhetag hatte, fuhren wir am Abend zum Essen nach Diebach.

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Radschmetterling auf der Frankenhöhe

Auch am Mittwoch frühstückten wir gegen 07:00 Uhr und starteten um 08:00 Uhr. Auch dieser Tag war wieder sonnig. Kurz nach Diebach begann der Anstieg nach Faulenberg und der trieb uns gleich am Morgen den Schweiß auf die Stirn. Oben angekommen gabe wir uns nicht zufreiden, sondern fuhren hinauf auf Schloss Schillingsfürst. Es lag nicht auf der Tour, aber wir unternahmen diesen Abstecher. Gegen 09:00 Uhr waren wir oben, aber das Schloss öffnete erst um 10:00 Uhr. Da wir nicht so lange warten wollten, fuhren wir durch den oberen Teil des Ortes Schillingsfürst in Richtung Wasserturm. Von hier aus gab es eine schöne Abfahrt in östlicher Richtung hinunter bis Traisdorf, wo wir wieder auf unsere Route trafen. Über Hagenau und Clonsbach ging es wieder entlang der Altmühl nach Leutershausen. Von hier verlief der Weg nach Süden über Görchsheim und Eyerlohe auf Landwirtschaftswegen um uns dann kurz aber steil ansteigend hinauf nach Weinberg zu führen. Hier verloren wir ca. eine halbe Stunde, weil wir wieder einmal die Wegmarkierungen suchten. Jetzt verlief der Weg wieder westwärts. In Vehlberg gab es in einem kleinen Gasthaus Sauerbraten und Klöße, bevor es über Kloster Sulz und Dombühl nach Wornitz ging. Der Rest über Oberwörnitz und Unteroestheim bis Insingen war schnell geschafft. Gegen 15:00 Uhr waren wir wieder in unserer Herberge und ruhten uns aus. Zum Abendessen ging es diesmal per Rad hinüber nach Unteroestheim.

Radschmetterling_0007Am Himmelfahrtstag war es am Morgen bewölkt und es regnete leicht. Wir packten unser Gepäck in Auto und frühstückten erst gegen 07:45 Uhr. Da der Regen wieder aufhörte, starteten wir gegen 08:45 Uhr, um die letzte Etappe, den „Grünen Flügel“, zurückzulegen. Die Tour führte uns erst bis Wettringen, wo zuerst die Tauberquelle im Ort aufsuchten und dann der Markierung ca. 5 Kilometer weiter folgten, um der zweiten Tauberquelle auch einen Besuch abzustatten. Über Hengstfeld fuhren wir bis Wallhausen, wo ich mir das Hinterrad platt fuhr. Also flickten wir den Schlauch und stärkten uns etwas. Danach ging es weiter berab nach Bronnholzheim und der A 6. Der Weg führte nun westwärts entlang der Autobahn über Schnelldorf, dann vorbei am Autobahnkreuz bei Feuchtwangen und von hier in nördlicher Richtung nach Wörnitz. Mittlerweile hatte die Sonne auch die Oberhand über die Wolken gewonnen. Kurz vor Wörnitz folgten wir allerdings nicht weiter der Tourmarkierung in Richtung Schillingsfürst, sondern der Abkürzung in Richtung Wettringen. Wir fuhren zurück zum Ausgangspunkt, wo wir gegen 14:30 Uhr eintrafen. Die Tour war so nur 60 Kilometer lang. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, fuhren wir zurück nach Eisenach.

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