Konzert in Mannheim: Tom Petty and the Heartbreakers

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tompettylogoDie Karten haben wir bereits Anfang November 2011 gekauft, das Hotel letzte Woche im Internet gebucht. Der Anlass ist bedeutend: Tom Petty and the Heartbreakers live in der SAP-Arena in Mannheim. Gemeinsam mit weiteren 9.000 Fans jubeln wir in einer Lautstärke, die für zwei Jahrzehnte reichen würde.

 

Das spiegelt sich auch auf der Bühne wieder: laute Gitarren geben den Ton an. Und schon nach dem ersten Akkorden haben die Stühle im Innenraum ausgedient. Wir feiern die Rückkehr eines Rockstars, wie er untypischer nicht sein könnte. Keine Allüren, keine Skandale, kaum Interviews. Und das bei knapp 70 Millionen verkauften Alben. Er wirkt etwas schüchtern, wenn er sich zwischen den Liedern immer wieder bedankt.

 

tompettyNatürlich verzichtet Petty auch nicht auf die Hits, die ihn in Deutschland populär gemacht haben. Den Refrain des majestätischen „Free fallin’“ kann wohl jeder mitsingen – und genau das tun wir auch. „Learning to fly“ hat Petty auf Akustikgitarre und Piano reduziert, wodurch das Lied im Gegensatz zum Original sogar noch gewinnt. Ein 9.000-stimmiger Chor übernimmt das Singen, der Blonde ist beeindruckt und verspricht, wiederzukommen.

 

„Wenn ihr nichts dagegen habt, spielen wir heute etwas länger als sonst“, sagt Petty, wohl wissend, wie die Antwort ausfallen wird. Durch den ohrenbetäubenden Jubel kündigt er eine Weltpremiere an: „Dieser Song ist brandneu. Wir haben ihn vorher noch nie gespielt.“ „Two men talking“ ist irgendwo zwischen Rock und Blues angesiedelt. Langweilig ist das aber an keiner Stelle. Zu gut sind die Musiker, zu vielseitig die Instrumentierung, zu stark das Stück.

 

Auch das zentrale Lied des Abends gerät länger als sein Original. Petty und Campbell wechseln sich an der Leadgitarre ab. Klavier, Bass und Schlagzeug harmonieren perfekt mit Pettys Stimme. „It’s good to be king“, singt er. Nun ist der Titel „King of Rock’n’Roll“ auf alle Zeit vergeben. Aber nach diesen fast zweieinhalb Stunden ist klar: Tom Petty ist dem Thron verdammt nah. Was wir gesehen haben, war jeden Euro wert!

 
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