Urlaub 2014 – Teil III – Kärnten

Eingetragen bei: Reisen, Wandern | 0
Herkuleshof am Danielsberg
Herkuleshof am Danielsberg

Am Sonntag fuhren wir ins Mölltal in Kärnten. Als Unterkunft hatten wir uns den „Herkuleshof am Danielsberg“ ausgewählt, ohne zu wissen wie schön er liegt und wie schön es dort ist. Von Spittal kommend fuhren wir ins Mölltal hinein und sahen einen kegelförmigen Berg mit einer Kirche auf der Spitze vor uns. In Kolbnitz, dem Ort am Fuße des Bergkegels, findet man nur einen kleinen Wegweiser zum „Herkuleshof“. Dann ging es in Serpentinen erst durch den Ort und dann steil durch den Wald hinauf auf 960 Meter üNN.

NationalpatkCardOben auf dem Berg am Ende der Straße steht der Herkuleshof, ein altes Jagdschlösschen mit einem Teich und einem nicht sehr großen Gästehaus neueren Datums. Wunderschönes Ambiente, herzlicher Empfang – wir waren begeistert. Noch mehr, nachdem wir unser kleines, aber feines Zimmer bezogen und einen ersten Rundgang auf dem Berg gemacht hatten. Am frühen Abend gab es ein schweres Gewitter, bei dem am kleinen See ein Baum umstürzte und auf den Steg fiel. Niemand kam zu Schaden.

 

Beim Kaffeetrinken legte uns Hannes, der Chef des Hauses, eine Wanderkarte auf den Tisch und machte Wandervorschläge, die für zwei Wochen gereicht hätten. Wir hatten noch keinen festen Plan, waren aber froh, dass er uns die Kärnten-Nationalpark-Card übergab, mit der wir fast alles (Seilbahnen, Eintritte, Großglockner Hochalpenstraße) kostenlos nutzen konnten.

 

Folgende Wanderungen und Touren haben wir durchgeführt:

 

  1. Prospekte SchluchtenwandernAm Montag war Schluchtenwandertag. Wir fuhren nach dem Frühstück zur Raggaschlucht und durchwanderten sie. Zum Glück war sie auf einer Nordseite, so dass wir bei dem warmen und immer noch schwülen Wetter nicht so sehr ins Schwitzen kamen. Zwischen engen Felsen hat sich der Bach seinen Weg ins Tal gebahnt und wir wanderten über Holzstege und Leitern über dem Wasser bergauf. Der Rückweg verlief, teilweise steil bergab gehend, durch den Wald. Nach ca. zwei Stunden waren wir wieder am Parkplatz.Auf der Straße durch das Mölltal fuhren wir zurück bis kurz vor Obervellach. Dort befindet sich, gleich unterhalb der Burg, der Eingang zur Groppensteinschlucht. Sie liegt auf der Sonnenseite des Berges und ist viel breiter. Deshalb war es hier viel wärmer und schwüler.
    Ebenfalls über Holzstege läuft man entlang des Bachs bergan in Richtung Mallnitz. Am Ende der Schlucht liefen wir weiter bergauf in Richtung des Gasthauses „Zur guten Quelle“, wo es wieder einmal Radler gab, um unseren Durst zu stillen. Auf dem weiteren Weg rasteten wir dann auf ein paar Baumstämmen und aßen unseren Rucksackproviant. Danach ging es zurück ins Tal und zum Auto. Am Abend begann es zu gewittern und es regnete die ganze Nacht. Wärme und Schwüle waren damit abgehakt.
  2. BIOS-KarteAm Dienstagmorgen regnete es noch immer und Hannes schlug vor nach Mallnitz zu fahren und das Seebachtal zu durchwandern. Wir fuhren hin und parkten an der Ankogelbahn. Leider war sie wegen schlechten Wetters nicht in Betrieb. So wanderten wir durch das nur leicht ansteigende Seebachtal, immer mit Regenschirm, bis zur Schwussnerhütte. Dort gab es ein Bier und wegen des Wetters eine heiße Suppe. Zwischenzeitlich regnete es in Strömen. Wir wanderten also nach dem Essen beschirmt zurück zum Auto. Nach der kurzen Fahrt bis Mallnitz besuchten wir hier das BIOS Nationalparkzentrum, in dem man sich interaktiv über das Leben im Nationalpark informieren kann.
  3. PyramidenkogelDie Wettervorhersage für den Mittwoch war auch nicht sehr vielversprechend. Auf gut Glück fuhren wir zum Wörthersee, um den (neuen) Holzaussichtturm auf dem Pyramidenkogel zu besuchen. Wir hatten Glück. Während es am Großglockner, im Mölltal und am Millstädter See fast den ganzen Tag regnete, hatten wir ansprechendes trockenes Wetter mit Sonne und Wolken. Wir fuhren bis zum obersten Parkplatz und liefen die paar Meter hinauf zum Turm. Ich stieg die 411 Stufen und ca. 70 Meter hinauf auf den Turm und hatte einen guten Ausblick auf den Wörthersee.Ich lief auch wieder hinunter und nahm nicht die 52 Meter hinabführende Rutschbahn. Danach fuhren wir den Pyramidenkogel ein paar Kurven hinunter und kehrten im Restaurant „Mariandl“ ein. Auf der Rückfahrt begann es kurz vor Spittal wieder zu regnen und so verlief auch der Abend auf dem Danielsberg.
  4. Am Donnerstag schaute ich früh auf die Webcams am Großglockner und war optimistisch, obwohl es am Herkuleshof noch regnete. Wir fuhren durchs Mölltal und weiter nach Heiligenblut. Über die Großglockner Hochalpenstraße fuhren wir zur Franz Josefs Höhe und zur Pasterze. Wir hatten Glück, es riss auf und die Sonne schaute immer wieder durch die Wolken. Wir besuchten das Alpine Museum und die Svarowski Beobachtungswarte.
    Pasterze
    Pasterze

    Nach fast drei Stunden fuhren wir ein paar Kurven abwärts und kehrten in der Glockner Sennerei ein. Danach fuhren wir noch hinauf zu Hochtor. Allerding hingen hier oben die Wolken sehr tief und es war neblig und feucht. Also fuhren wir wieder talwärts und gingen in Heiligenblut einen Kaffee trinken. Danach fuhren wir zurück auf den Danielsberg. Hier regnete es schon seit längere Zeit. Wir hatten wieder großes Glück.

  5. SchareckDa uns das Großglocknergebiet am Vortag so sehr beeindruckt hatte, fuhren wir am Freitag wieder hinauf, obwohl die Aussichten und Wettervorhersagen eher depressiv machten. Es war Maria Himmelfahrt, also waren viele Leute unterwegs. In Heiligenblut stellten wir das Auto ab und fuhren mit der Schareck-Bahn hinauf auf 2.600 Meter üNN. Oben war es neblig, aber es regnete nicht. Wir liefen bergauf bis zu einem Kreuz und ein paar Infotafeln für den hier oben angelegten Geotrail.
    Da die Wolken zwar tief hingen, aber die Sicht ganz gut war, entschlossen wir uns, den Geotrail hinüber zum Hochtor zu begehen. Allerdings wollten wir beim Abzweig des Rundwegs zum Panoramarestaurant zurückkehren. Der Weg verläuft zuerst gesichert auf einem Grat und wird danach zum normalen Weg, der zwischen 2.600 und 2.700 Metern verläuft.

    Am Schareck
    Auf dem Schareck

    Der letzte Nacht gefallen Schnee taute und wir hatten einigermaßen gute Aussicht hinüber zur Edelweißspitze. Der Rückweg verlief über ein paar übrige gebliebene Altschneefelder und am Ende mussten wir gut 150 Höhenmeter wieder bergan steigen. Dafür gab es oben im Restaurant etwas zu essen und zu trinken. Die Wolken zogen jetzt zu und es begann zu schneien. Das störte uns aber nicht mehr, denn wir fuhren mit der Seilbahn wieder talwärts. Dort regnete es.

Zugspitze
Zugspitze

Am Samstag war Abreise. Wegen des Feiertags und des Wochenendes waren Tausende von Autos unterwegs. Wir fuhren über Lienz und Sillian nach Südtirol und über Bruneck sowie das Eisack-Tal hinauf zum Brenner. Nach drei Stunden Fahrt haben wir uns einen Kaffee und eine Stärkung verdient. Das Outlet war so voll, dass wir relativ schnell weiter hinab nach Innsbruck und auf der Autobahn weiter bis Telfs fuhren. Hier verließen wir die Autobahn und fuhren über Seefeld und Leutasch hinüber nach Garmisch-Partenkirchen.

Mittlerweile hatten wir beschlossen, noch eine Übernachtung einzulegen. Nach mehreren Fehlversuchen der Zimmersuche in Garmisch und Grainau (in Bayern war auch Feiertag) hatten wir in Farchant Glück und kamen im Föhrenhof unter. Ein sehr empfehlenswertes Haus mit großem Frühstücksbüfett und Kaffee, Kuchen und Snacks zwischen 15:00 und 18:00 Uhr (für Hausgäste kostenlos). Am Sonntag nach dem Frühstück fuhren wir nach Hause.
Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar