Winterreise ins Allgäu

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Vom 20. bis 26. Januar 2019 waren wir zum Schneeschuhwandern und Skilaufen im Allgäu. Als Quartier hatten wir uns den Biobauernhof “Ferienhof Ammann” in Untergschwend, einem Ortsteil von Unterjoch, ausgewählt. In den beiden Wochen zuvor hatte es genügend geschneit und jetzt war es auch noch kalt genug, aber sonnig. Ideale Bedingungen für eine wunderbare Winterwoche. Die Anreise über die A7 verlief am Sonntag schnell und problemlos.

Am Montag hatten wir uns für eine geführte Schneeschuhtour mit Wolfgang Hiller angemeldet. Treffpunkt war ein Parkplatz in Hinterstein, das wir mit dem Auto über Oberjoch und Bad Hindelang erreichten. Fünf Teilnehmer hatten sich angemeldet. Es ging erst entlang der Ostrach durch das Tal, dann ansteigend entlang des Willersbach. Auf der dort in der Nähe der Giebelstraße befindlichen Alpe gab es eine Rast, bevor es auf dem Rückweg nach Hinterstein erst weiter ansteigend und am Ende wieder abwärts gehend zurück zum Ort ging. Diese Tour war nicht sehr anspruchsvoll und forderte uns nicht allzu sehr. Aber das Hintersteiner Tal kannten wir noch nicht und zum Einlaufen war es eine gute Tour.

Am Dienstag brauchten wir niemand mehr, der uns führt, sondern wir begaben uns selbst auf Schneeschuhtour. Als Ziel hatten wir uns das Wertacher Hörnle, einem beliebten Ziel für Tourengeher. Start war am Parkplatz der Spiesserlifte und es ging bei herrlichem Sonnenschein von Anfang an (steil) bergauf. Durch die vielen Tourengeher waren genügend Spuren am Hang vorhanden, so dass wir bei der Schneehöhe nicht selbst eine Spur treten mussten. Zwischenstopp gab es auf der Buchel Alpe, die allerdings wegen des vielen Schnees geschlossen war. Wir hatten aber heißen Tee und Müsliriegel dabei und konnten uns so stärken. Danach ging es weiter bergan, erst über Wiesen und danach durch den Wald. Der Rückwege erfolgte teils auf etwas anderen Wegen, die wir im oberen Teil teils selbst spurten. Im unteren Teil benutzen wir den Forstweg, der durch eine Pistenraupe planiert und damit sehr gut begehbar war.

Nach der Tour fuhren wir noch über Oberjoch hinüber ins Tannheimer Tal, wo in dieser Woche das Internationale Ballonfestival stattfand. Sie starteten täglich mit ihren Ballons und überquerten, je nachdem wie der Wind wehte, das Tannheimer Tal und das Allgäu. Mehrfach waren bis zu 16 Ballons am Himmel, ein sehr schöner Anblick bei dem herrlichen Winterwetter.

Am Mittwoch fuhren wir zum Parkplatz am Sonnenhanglift in Unterjoch und starteten unsere Schneeschuhtour quer Feld ein in Richtung Schattwald. Das Gebiet ist leicht hügelig und wir nutzten zum Teil vorhandene Schneeschuhspuren oder spurten selbst. An der Loipe ca. 1 Kilometer vor Schattwald bogen wir wieder links und wanderten wieder in Richtung Unterjoch. Wir bauten selbst noch ein paar An- und Abstiege ein, um auch an diesem Tag das sonnige Wetter gut auszunutzen. Nach der Tour gab es im Café Alpenrose einen kleinen Imbiss und anschließend auch sehr leckeren Kuchen.

Am Donnerstagmorgen schneite es, zwar nicht sehr, aber immerhin. Ich hatte mir vorgenommen, einen Halbtagesskipass zu kaufen und am Spieser Ski zu laufen. Das Skigebiet ist klein und überschaubar und besitzt nur Schlepplift. Das war zwar etwas ungewohnt, da es in größeren Skigebieten nur noch Sessellifte gibt, aber man hat es ja irgendwann einmal so gelernt. Das Skigebiet am Spieser besitzt eine blaue und ein paar rote Pisten, die man ab Mittag, wenn die Skischulen nicht mehr unterwegs sind, allein nutzen kann. An diesem Tag waren jedenfalls nur sehr wenige Skifahrer unterwegs. Da es auch am Lift keine Wartenzeiten gab, konnte ich die 4 Stunden sehr intensiv nutzen. Die Sonne schaute zwischendurch auch mal durch die Wolken und so war ein super Skierlebnis. Am Nachmittag fuhren wir nach Sonthofen und durchstreiften die dortigen Sportgeschäfte. Da kann man immer ein Schnäppchen finden.

Richtig frostig war es am Freitagmorgen. Wir fuhren nach Jungholz und parkten in Langenschwand. Zuerst ansteigend, dann wieder bergab wanderten wir auf unseren Schneeschuhen zuerst in Richtung Untere Reuteralpe. Dort ging es durch den Wald und immer im Tiefschnee steil bergauf zur Reuterwanne. Oben wehte ein kalter Wind und trieb uns wieder bergab in Richtung Alpe Stubental. In dieser urigen Hütte wärmten wir uns auf und gönnten uns einen (hervorragenden) Kaiserschmarrn. Wer will, kann von den Wirtsleuten einen Schlitten bekommen und in Tal rodeln. Wir aber wanderten über Wiesen und durch den Wald mit unseren Schneeschuhen wieder zurück ins Tal zum Parkplatz. Da das Wetter wieder sehr schön war, bot die Tour herrliche Ausblicke auf die Allgäuer Alpen und ins Tannheimer Tal.

In der Nacht zum Samstag schneite es wieder, so dass ich unser Auto am Morgen freikehren musste. Die Straßen bis zur Autobahn waren allerdings schon gut geräumt und spätestens ab Kempten ließ der Schneefall nach und ab Memmingen war die A7 trocken. Bei Heidenheim gab es einen (kleinen) Stau und die Fahrt verlief danach sehr stressfrei.

Hier noch einmal unsere Urlaubswoche im Video.

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Allgäu 2019
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