Wandern im Frühling am Gardasee

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Hatten die erste Aprilwoche am Gardasee gebucht, da der immer eine Reise wert ist. Wir wollten den Frühling genießen und dort wandern. Nach einem Zwischenstopp in Aalen ging es über Fernpass und Brenner in Richtung Süden. Die Vorteile der Reise in der Vorsaison sind weniger Verkehr, weniger Urlauber und Touristen und minimaler Stress.

Unser Ziel war das Hotel “Livia” in Gargnano auf der Westseite des Sees, ein kleines, familiengeführtes Hotel mit netten Zimmern und angenehmen Ambiente. Palmen vor dem Hotel, Orangen und Zitronen an den Bäumen, der Pool gefüllt und viele grün, alles so, wie man sich Italien vorstellt. Das Frühstück war reichlich und das italienische Wahlmenü am Abend sehr gut. Wir waren sehr zufrieden.

Am Sonntag unternahmen wir unsere erste Wanderung direkt vom Hotel aus. Der Himmel war blau und die Sonne schien, aber es war nicht zu warm. Auf schmalen Gässchen ging es zwischen den Häusern und Gärten von Beginn an steil bergauf. Wir liefen in Richtung Musaga und von dort aus weiter nach Sasso. Danach wanderten wir weiter steil ansteigend in Richtung „Cima Comer“. Der Weg verlief über einige freistehende Felsen, von denen man eine tolle Aussicht auf den See und die umliegende Gegend genießen konnten. Da uns die zurückgelegten ca. 650 Höhenmeter und der Ausblick genügten, traten wir nach einer Stärkung aus unserem Rucksack den Rückweg an, der etwas anders als der Aufstieg verlief, uns aber wieder nach Gargnano führte. Am kleine Yachthafen gönnten wir uns ein Eis und Kaffee.

Am Montag waren unsere Ziele Malcesine und der Monte Baldo. Wieder war der Himmel bis auf wenige Wolken blau und die Sonne schien den ganzen Tag. Wir fuhren mit der Panorama-Seilbahn hinauf und wanderten oben auf dem Hochplateau. Dort gab es noch reichlich Restschnee, aber die Sonne hatte bereits große Flächen “beräumt”. Wir schossen jede Menge Fotos und gönnten uns auch hier einen Kaffee, bevor wir wieder hinunter nach Melcesine fuhren und einen ausgiebigen Rundgang durch die Altstadt unternahmen.

Für den Dienstag hatten wir uns eigentlich die 3-Kirchenwanderung (Madonna del Rio, Madonna di Buon, San Bartolomeo) bei Renzano/Salo vorgenommen. Wieder schien die Sonne und es war schon sehr warm. Wir fuhren mit dem Auto nach Renzano und liefen zur ersten Kirche. Dann ging es kontinuierlich bergauf in Richtung Pass Bagnolo. Allerdings ließ die Wegmarkierung sehr zu wünsche übrig und so bogen wir wahrschein kurz vor dem Pass links ab (auch dort gab es Wegmarkierungen) und liefen lange Zeit auf einem schönen Wanderweg, der endlich wieder talwärts führte und uns nach Corola führte, von wo aus wir wieder nach Renzano wanderten. Anschließend gab es in Salo an der Promenade wieder Eis und Kaffee.

Für den Mittwoch hatte ich uns den “Sentiero della Ponale” in Riva del Garda ausgesucht. Der ist aber bis 12.04. wegen Reparaturarbeiten gesperrt. Also fuhren wir hinüber nach Torbole und nahmen uns den “Sentiero panoramico Busatte Tempesta” vor. An diesem Tag waren die Wolken mehr zu sehen, als die Sonne und für den Nachmittag war auch etwas Regen angesagt. Aber das blieb uns erspart. Wir parkten an der Promenade und liefen vorbei an der Touristen-Info hinauf zum Sport- und Funpark Busatte. Dort beginnt auch der Panoramawanderweg. Er ist an mehreren Stellen mit Eisenleitern und -stegen versehen, die zum einen den Weg sehr interessant machen, aber auch jede Menge tolle Ausblick auf den See und die Berge bieten. Am Ende des Wegs kann man mit dem Bus zurück nach Torbole fahren. Wir aber drehten um und liefen den Weg in entgegengesetzter Richtung zurück. Dort, am kleinen Bootshafen gönnten wir uns eine Pizza, bevor wir zurück nach Gargnano fuhren.

Der Donnerstag war der Tag, den man in jedem Urlaub nicht braucht. Es regnete den ganzen Tag in Strömen. Die Einheimischen waren zufrieden, da es mehr als ein Jahr nicht geregnet hatte. Wir fuhren nach Brescia und besuchten das Outlet-Center “Franciacorta”. 150 Fachgeschäfte und 10 gastronomische Betrieb, alles unter einem Dach. Und alles ohne nass zu werden. Am Nachmittag fuhren wir zurück und es regnete bis zum späten Abend kräftig weiter.

Am Freitag unternahmen wir noch eine Wanderung bei Gargnano. Es war wolkig und die Sonne schaute ab und zu heraus. Auf den Bergen gegenüber (Monte Baldo) lag Neuschnee. Wir fuhren hinauf nach Muslone und wanderten von dort aus, wieder steil ansteigend, hinauf zur “Cima Rochetta” auf 917 m üNN. Von oben bot sich wieder ein tolles Panorama auf den See und die Berge. Auf der Rückseite ging es danach auf einer asphaltierten Fortstraße hinunter nach Piovere. Wir durchquerten den Ort und liefen dann auf Wiesen und zwischen Olivenhainen zurück nach Muslone. Unten in Gargnano gab es an der Promenade anschließend einen Kaffee und Bruschetta. Insgesamt sind wir in der Woche ca. 60 Kilometer gewandert, die Höhenmeter habe ich nicht berücksichtigt.

Unsere Rückfahrt nach Hause haben wir wieder geteilt. Am Samstag ging es zuerst über den Brenner und den Fernpass bis Füssen im Ostallgäu. Da schon später Nachmittag war, bogen wir hier links ab und fuhren in Richtung Weißensee, wo wir in See im Hotel “Dreimädlerhaus” ein Zimmer nahmen. Abendessen gab es gegenüber im Restaurant “Steigmühlenstube”. Das Frühstück im Hotel war super und die Rückfahrt am Sonntag nach Hause verlief problemlos. Mit dem einen Regentag muss man leben, es war wieder eine tolle Reise.

Auch vom Gardasee gibt es wieder ein kleines Video. Hier ist es.

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Gardasee 2019
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