Der Inselsberg – der schönste Berg der Welt

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Der Große Inselsberg (südlich des Rennsteigs ist “Großer Inselberg” gebräuchlich) ist mit einer Höhe von 916,5 m ü. NHN ein markanter, bewaldeter und vielbesuchter Berg des Thüringer Waldes. Der Berg ist der höchste der nordwestlichen Hälfte des Mittleren Thüringer Waldes und nach dem Großen Beerberg (982,9 m), dem Schneekopf (978 m) und dem Großen Finsterberg (944,1 m) der vierthöchste (eigenständige) Berg Thüringens. Er ist als Landmarke von Norden und Westen in einem Umkreis von etwa 30 bis 50 Kilometer gut zu erkennen. Seit über 1000 Jahren markiert er historische Grenzverläufe.

Der Gipfel ist als schmales, etwa 700 m langes gewölbtes Plateau ausgebildet. Das „Inselloch“ liegt auf der Nordseite und gilt mit etwa 300 m Höhenunterschied vom Grund zum Berggipfel und Hangneigungen bis 40 Grad als steilster Geländeabschnitt im westlichen Thüringer Wald. Bemerkenswert sind die als freiliegende Felspartien bekannten Reitsteine und die Venetianersteine. Es handelt sich dabei um Vulkanitgänge, die als Felsklippen durch Verwitterung freigelegt wurden.

Der Große Inselsberg zählt zu den überregional bedeutsamen Ausflugsbergen in Thüringen. Dem wird durch Bewirtungs- und Beherbungsbetriebe sowie durch den Erhalt von Aussichtspunkten Rechnung getragen. Über den Berg verlaufen der Europäische Fernwanderweg E3, Bergwanderweg Eisenach–Budapest (EB) und der Rennsteig. Für Wintersportler existiert auf der Nordostflanke des Berges eine Schlepplift mit Skipiste.

Auf dem Großen Inselsberg gibt es 3 Türme. Die 126 m hohe Sendeantenne und der 43 m hohe runde Turm, die schon zu DDR-Zeiten als Sendeanlagen genutzt wurden, werden jetzt von der Telekom betrieben. Der 21 m hohe eckige Turm wurde im Rahmen des „Ganzjahreskonzeptes Rennsteig“ zu einem Aussichtsturm umgestaltet. Über den Gipfel läuft der Rennsteig, der hier früher die Grenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Gotha und dem Kurfürstentum Hessen (Exklave Herrschaft Schmalkalden) darstellte. Grenzsteine, die diese historische territoriale Situation belegen, sind bis heute auf dem Großen Inselsberg erhalten geblieben. Aus diesem Grund wurde auch auf beiden Seiten ein Gasthaus errichtet: 1810 auf der hessischen Seite der heutige Berggasthof Stöhr und auf der gothaischen 1852 der heutige Berggasthof Stadt Gotha (seit Jahren geschlossen und im Umbau befindlich). In den 1960er Jahren wurde noch ein Jugendgästehaus errichtet, welches nun genau zwischen den beiden Gasthöfen steht und noch heute als Wanderherberge betrieben wird.

Für uns als Mitglieder des Skiclub Eisenach e.V. ist es unser Hausberg. Heute ist der Inselsberg in etwas mehr als einer halben Stunde mit dem Auto erreichbar. Der SCE besitzt direkt am Skihang eine eigene Skihütte sowie Skilift und bietet uns die Möglichkeit, dort zu übernachten und Ski zu laufen. Viel öfter ist er aber Wanderziel : von der Glasbach oder dem Dreiherrnstein, von der Tanzbuche oder vom Heuberghaus über den Rennsteig, von Tabarz durch das Felsental oder von Brotterode aus. Und natürlich ist er auch mit dem Mountain-Bike oder im Winter mit Langlauf-Ski erreichbar.

Der neue Aussichtsturm auf dem Gipfelplateau bietet ein nahezu 360-Grad-Panorama. Steigt man nicht auf den Turm, so muss der Besucher, je nach angestrebter Himmelsrichtung, zu unterschiedlichen Punkten gehen. Am Nordhang, noch unterhalb des Gipfels, wo der Schlotweg den Grauen Weg kreuzt gibt es den besten Ausblick. Im Bereich der Jugendherberge und der beiden Berggasthöfe bestehen Aussichtspunkte mit begrenzten Süd- und Ostblicken (Rhön, Dolmar, Gleichberge / Ettersberge, Erfurter Steigerwald). Nördlich des Funkturms liegt ein Aussichtspunkt mit Blickrichtung Norden (Hainich, Kyffhäuser, Harz, Hörselberge) und am Venetianerstein, also unterhalb des Gipfels, findet man einen Ausblick in nördliche Richtung (Wartburg, Hoher Meißner, Hainich, Hörselberge, Eichsfeld, Harz).

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