Auf dem König-Ludwig-Weg vom Starnberger See nach Füssen – Teil 1

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Berg – Starnberg – Kloster Andechs- Herrsching – Dießen- Kloster Wessobrunn – Paterzell

wegmarkierung
Wegmarkierung König-Ludwig-Weg

Die Idee zur Wanderung auf dem König-Ludwig-Weg hatte ich schon vor längerer Zeit, die Umsetzung allerdings über ein Jahr vor mir hergeschoben. In diesem Frühjahr habe ich mir die Streckenführung im Internet genauer angesehen und meine Etappen festgelegt. Irgendwann hatte ich mich auf die erste Juniwoche festgelegt und begann in der Himmelfahrtswoche mit der Buchung meiner Quartiere für die Wanderung. Den Plan, mit der Bundesbahn anzureisen, verwarf ich aus preislichen Gründen sehr schnell. Allein mit dem Auto fahren kostet nicht mal die Hälfte.

Die von mir gewählte Strecke beinhaltete die Dampferfahrt von Herrsching nach Dießen sowie ab der Wieskirche die Variante über Trauchgau war ca. 129 Kilometer lang (gemessen mit GARMIN eTrax 25). Ich hatte für mich fünf Etappen geplant und habe sie auch so abgewandert:

  1. König Ludwig II.
    Hausverzierung König Ludwig II.

    Votivkapell in Berg am Starnberger See – Kloster Andechs – Herrsching/Dießen
    ca. 31 km
    blauer Himmel, Sonnenschein, 26°C

  2. Dießen – Kloster Wessobrunn – Paterzell
    ca. 22 km
    blauer Himmel, Sonnenschein, 28°C
  3. Paterzell – Hoher Peißenberg – Ammerschlucht – Rottenbuch
    ca. 30 km
    blauer Himmel, Sonnenschein, 28°C
  4. Rottenbuch – Wieskirche – Trauchgau
    ca. 20 km
    bedeckt, wolkig 18°C, am Abend etwas Regen
  5. Trauchgau – Königsschlösser – Füssen
    ca. 26 km
    blauer Himmel, Sonnenschein, 28°C
start
Beginn des König-Ludwig-Wegs am Starnberger See

Am Sonntag, dem 02. Juni, fuhr ich nach Erkheim, stellte das Auto bei Jörg unter und er fuhr mich nach Starnberg. Erstes Quartier war das “Gasthaus zur Sonne“, wo ich ein Einzelzimmer gebucht hatte. Hier gab es bereits ab 06:00 Uhr Frühstück (reichlich und gut, eigene Metzgerei), so dass ich gegen halb acht mit dem Bus nach Berg fahren konnte und dort am Montag, dem 03. Juni gegen 08:00 an der Votivkapelle meine Wanderung begann. Mein Rucksack wog zusätzliche 13 bis 14 Kilogramm und ich hatte meine Wanderstöcke dabei.

andechs
Blick auf Kloster Andechs

Der Weg verlief anfänglich entlang einer Straße (auf Asphalt) und nach ca. 2,5 auf dem Uferweg (Schotter) bis Starnberg. Die Uferpromenade, Wege und Straßen durch Starnberg waren natürlich asphaltiert. Außerhalb des Ortes verlief der Weg danach auf Wald- und Wiesenwegen, zuerst durch die Maisinger Schlucht, dann vorbei am Maisinger See, am Eßsee und Rothenfeld.

Irgendwann trat ich aus dem Wald heraus und sah das Kloster Andechs. Ich lief dann entlang der Stationen des Kreuzwegs und später hinauf zum Kloster, wo ich gegen 12:30 Uhr eintraf.

Ab dem Parkplatz war natürlich die Ruhe vorbei. Zahlreiche Gläubige und Touristen liefen den Berg hinauf oder saßen schon in den Biergärten. Ich gönnte mir zwei Radler und einen Obatzda, besichtigte danach die Klosterkirche und die Außenanlagen und lief dann die 4,5 Kilometer durch das Kiental hinunter nach Herrsching direkt zur Schiffsanlegestelle am Ammersee.

dampfer
Mit dem Schiff über den Ammersee

Um 15:30 Uhr nahm ich den Dampfer hinüber nach Dießen, genoss den “Fahrtwind” sowie die Aussicht auf die Berge mit der Zugspitze und die Antennen der Erdfunkstelle Raisting. In Dießen erkundigt ich mich nach dem Weg zu meinem Quartier bei Familie Müller, Heimgarten 10a. Da hatte ich ca. nochmal einen Kilometer Fußweg vor mir.

Auch hier waren das Einzelzimmer sowie das Frühstück reichlich und gut. Abendessen gab es in der Pizzeria “La Gondola”, wo jeder Gast freundlich begrüßt und bedient wird und das Preis-Leistungs-Verhältnis okay ist.

dießen
Münster in Dießen

Am Dienstag, dem 04. Juni, gab es bei Familie Müller ab 07:30 Uhr ein reichliches Frühstück, das ich auf meinem Balkon zu mir nahm. Danach lief ich zum Münster von Dießen, das ich mir kurz anschaute. Gegen 08:30 Uhr startete ich meine heutige Wanderung. Über Wald- und Wiesenwege ging es zuerst durch einen Wald, vorbei an der Mechtildsquelle zur Bergkapelle. Danach verlief der Wanderweg wieder auf asphaltierten Landwirtschaftswegen bis zum Kloster Wessobrunn.

Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke: zurück auf den Ammersee und bis Kloster Andechs, auf die Antennen der Erdfunkstelle Raisting und voraus auf den Hohen Peißenberg und die Alpen.

Gasthof Post in Wessobrunn

Im Kloster Wessobrunn besichtigte ich wieder die Kirche und gönnte mit dann zwei Radler im Gasthof “Zur Post”. Danach verlief der König-Ludwig-Weg vorwiegend auf Waldwegen und nach Überquerung einer Straße durch den Paternzeller Zirbenwald und das dortige Wasserschutzgebiet. Angekommen in Paterzell fragte ich nach dem Weg und lief hinunter und entlang der Hauptstraße hin zum Gasthof “Zum Eibenwald”, wo ich ein Einzelzimmer gebucht hatte.

Gasthof Zum Eibenwald in Paterzell

Da es erst 13:30 Uhr war, gönnte ich mir eine Suppe und einen Radler. Nach dem Bezug meines Zimmers und dem Duschen gab es Kaffee und Kaiserschmarrn. Der Gasthof war den ganzen Nachmittag und Abend gut besucht und hat ein freundliches Personal sowie eine gute Küche. Ein gutes und reichliches Frühstück gab es hier am nächsten Morgen ab 07:00 Uhr.

Hier noch mehr Bilder von den ersten beiden Tagen meiner Wanderung:

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