Bretagne – wieder unterwegs am Cap Frehel, in Saint Malo und am Mont Saint Michel

Eingetragen bei: Reisen | 0

Vom 31. August bis 13. September waren wir wieder unterwegs – Ziel: das Cap Frehel in der Bretagne. Wir fuhren am Samstag zu Reni und Joachim nach Wuppertal, um am Sonntag, 1. September, mit Ihnen gemeinsam die restlichen 900 Kilometer bis Plevenon zurückzulegen. Die Strecke führte uns auf der Autobahn über Aachen, quer durch Belgien (komplette Autobahn ist beleuchtet) nach Valenciennes in Frankreich. Hier ging es mit reichlich Maut über Amiens, Rouen, vorbei an Caen in die Bretagne. Nach einem ersten Blick auf den Mont Saint Michel ging es dann auf Landstraßen vorbei an Saint Malo über Le Guildo und Matignon nach Plevenon am Cap Frehel. Bevor wir das Ferienhaus bezogen, kehrten wir noch im Restaurant “Ty Faltaud” ein. Für Jochen gab es Muscheln, für uns Pizza.

Wie an fast allen Tagen war es am Morgen erst bewölkt, aber gegen Zehn rissen die Wolken auf, verschwanden nach und nach und die Sonne kam heraus. Bis zum Abend war es dann fast immer schön. Danach wurde es dann oft sehr schnell frisch, so dass man nicht lange im Garten sitzen konnte. Geregnet hat´s nur einmal (Montag, 09. September) vom Nachmittag bis in die Nacht. Am nächsten Tag war´s wieder super.

Cap Frehel

Am Montag ging es zuerst zum “Super U”, um die nötigsten Einkäufe zu erledigen. Danach fuhren wir weiter nach Erquy, wo der Strand sehr breit war – es war Ebbe. Wir wanderten also am Strand und kehrten dann ein. Wenn du hier in der Bretagne am Meer nicht auf Muscheln oder Austern stehst, bist du aufgeschmissen. Zum Glück gibt´s noch belegte Baguettes, Crêpes und Galette. Macht zwar nicht unbedingt satt, aber man kann es essen. So toll ist das Resaurantessen in Frankreich dann streckenweise doch nicht. Und die dortigen Toilletten sind zum Großteil der absolute Knüller. Nach der Rückkehr nach Plevenon gab´s Kaffee und dann gingen wir nochmals an den Strand auf der Suche nach Muscheln.

Dienstag = Wandertag. Wir starteten in Plevenon und wanderten durch Felder und auf Wald- und Feldwegen zum Fort La Latte, einer Burg aus dem 13. Jahrhundert, die auf einer schmalen Landzunge am Eingang der Baye de la Fresnaye thront. Die Burg diente in den letzten Jahrzehnten häufig als Filmkulisse für Historienspektakel, ist aber sehr sehenswert, so dass sich die paar Euro Eintritt lohnen. Nach der Besichtigung und einer Einkehr im Restaurant “Le petit Galet” wanderten wir auf dem Küstenweg weiter in Richtung Cap Frehel. Immer wieder boten sich herrliche Ausblicke zum Fort oder zum Cap. Ich stieg hinauf auf dem Leuchtturm am Cap und genoss den herrlichen Rundumblick von oben. Da es hier keine Einkehrmöglichkeit gab, wanderten wir weiter zurück nach Plevenon. Dort holten wir beim Becker noch was Süßes zum Kaffee und danach ging es wieder an den Strand.

Die Bretagne

Saint Cast le Guildo war am Mittwoch unser Ziel. Bevor wir hinfuhren, besuchten wir noch den Markt in Matignon und kauften frisches Gemüse und ein paar Kleinigkeiten. In Saint Cast war noch Flut, aber das Wasser war schon rückläufig. Wir wanderten auf der Küstenpromenade hinüber zum Jachthafen und kehrten dort ein. Bei Jochen gab´s wieder Muscheln, ich gönnte mir einen Burger mit Pommes. Da kann man nichts falsch machen. Danach liefen wir zurück zum Strand von Saint Cast, wo die Ebbe eingesetzt hatte und sammelten Muscheln. Am Abend kochten wir heute selbst. Da weißt du, dass es schmeckt.

Am Donnerstag, 05. September, fuhren Karin und ich nach Saint Malo. Es war am Morgen wieder wolkig und windig, aber das Wetter wurde schnell sonnig und schön. Und es war Flut, das heißt, die Wellen schlugen an die Stadtmauer. Wir umwanderten die Altstadt auf der Stadtmauer, kehrten am Mittag im Restaurant “Bergamot” ein und waren so begeistert (Preis/Leistung), dass wir zum Kaffee wieder hier hinkamen. Mittlerweile hatte die Ebbe eingesetzt und die vorgelagerten Forts waren wieder zu Fuß zu erreichen. Saint Malo ist eine wunderschöne, historische Stadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Auch am Freitag fuhren wir wieder allein nach Dinan, ca. 30 Kilometer landeinwärts gelegen am Fluss Rance. Wir parkten am Flusshafen und wanderten die Altstadt hinauf zum Zentrum, vorbei an unzähligen Ateliers von Künstlern aller Genres. Auch Dinan muss man einfach gesehen haben, wenn man schon mal in der Nähe ist. In einem Restaurant an der Basilika gabs eine Quiche Loraine und Kaffee, bevor wir unsere Runde durch die alte Stadt fortsetzten und am Ende zum Parkplatz mit dem Auto im Tal der Rance abstiegen. Da es noch nicht sehr spät war fuhren wir noch an den Strand in Pleneuf Val Andre, bevor wir nach Plevenon zurückkehrten.

Samstag ist Markttag. Also fuhren wir nach Dinard, wo es samstags einen großen Markt gibt. Die Stadt liegt in der Bucht genau gegenüber von Saint Malo. Nach dem Marktbesuch ging es zum Strand. Als Stärkung gab´s an diesem Tag ein belegtes Baguette. Danach liefen wir erst am Strand entlang, dann durch die Altstadt um am Ende noch ein paar Geschäfte zu durchwühlen. Die Rückfahrt führte entlang der Küste über Saint Briac sur Mer und Lancieux nach Ploubaley und weiter über Matignon nach Plevenon. Am späten Nachmittag ging es wieder an den Strand.

Am Sonntag bestimmte Karin das Geschehen. Sie legte fest, dass es den ganzen Tag an den Strand von Sables d´Or les Pins ging. Das Wetter war super, wir hatten Ebbe mit einsetzender Flut und so verbrachten wir den Tag am Strand. Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen (vom Bäcker in Plevenon) und zum Abendessen ging es ins Restaurant “Ty Faltaud” (Joachim Muscheln, wir anderen Pizza).

Wie schon beschrieben, war der Montag der Tag mit dem “schlechtesten” Wetter. Es war bewölkt, windig und kühl ((kurze Hose ging aber), und es regnete am späteren Nachmittag bis in die Nacht. Wir fuhren wieder nach Pleneuf Val Andre und dort weiter nach Dahouet. Die Boote im dortigen Hafen steckten alle im Schlick, es war also Ebbe. Wir besichtigten den Hafen und ein paar Künstlerateliers, kehrten erst in der Tabakbar auf einen Kaffee ein, um danach in der benachbarten “Best of Frites” leckere Baguettes zu essen. Danach fuhren wir zurück und am Nachmittag setzte der Regen ein. So verbrachten wir den Abend mit Kartenspielen.

Am Dienstag (10. September) früh schien wieder die Sonne. Vor uns lag ein Ziel, dass man auf jeden Fall gesehen haben muss, wenn man die Normandie oder die Bretagne besucht – der Mont Saint Michel. Wir fuhren also hin und stellten unser Auto auf dem Parkplatz ab. Da die Zahl der Touristen am Mont Saint Michel im sehr groß ist und damit die Busse sehr voll, liefen wir hinüber zum Felsen. Den ganzen Tag über war Ebbe. Wir schoben uns durch die schmalen Gassen, kehrten in der Crêperie “La Nouvelle Terrasse” ein und gönnten uns je ein Galette. Danach machte ich den Rundgang durch die Kirche(n), besichtigte die historischen Gewölbe und genoss die tollen Ausblicke von ganz oben. Danach liefen wir wieder zurück zum Parkplatz und fuhren zurück nach Plevenon.

Die Rückfahrt hatten wir wieder zweigeteilt. Die erste Teilstrecke führte über Caen und die “Pont de Normandie” bei Le Havre nach Amiens und von dort weiter nach Valenciennes. Etwas außerhalb in Maresches, direkt an der belgischen Grenze hatten wir ein Zimmer in der “Hermitage Henry” gebucht. Es war ein wunderschönes B&B, tolles Zimmer, tolle Ausstattung und tolles Frühstück. Und alles für einen angemessenen Preis. Sehr empfehlenswert. Nach dem tollen Frühstück am Morgen ging es wieder auf die Autobahn. Wir durchquerten Belgien, fuhren bei Aachen zurück nach Deutschland in Richtung Köln und dann auf der A1 bis zum Kreuz Dortmund/Unna und dann auf der A4 zurück nach Hause.

Auch hier gibt´s wieder ein kleines Video. Schaut es euch an.

poster
Bretagne 2019
00:00
--
/
--
Print Friendly, PDF & Email
Kommentare sind geschlossen.